Mittwoch, 04. April 2017

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Heute früh um 9.30 Uhr startete unser Busfahrer Marco mit der 4 a und Frau Schönthaler und Frau Jordan in Richtung Jugendherberge Wingst. Der Dakota Medizinmann Stormy Red Door sollte uns dort heute erwarten. Leider mussten wir Melia krankheitsbedingt zuhause lassen. Melia, dieses Tagebuch ist speziell für dich! Diana begann sogleich mit ihren Topmodel Zeichnungen. Vielleicht wird sie ab heute Abend dazu übergehen nur noch Indianerinnen zu zeichnen. Die Sonne versuchte sich durch die dicke Wolkendecke zu kämpfen. Hinter Ebersdorf wurde es dann richtig sonnig. Frau Schönthaler und Frau Jordan freuten sich schon auf das Mittagessen und genossen die entspannte Atmosphäre während der Fahrt. Irgendwann holten Emily und Diana die "intelligente Knete" hervor. Frau Schönthaler wird ihre nächsten Aufsätze auf alle Fälle mithilfe dieser tollen Erfindung korrigieren. Um 11 Uhr kamen wir am Hexenhaus an. Alexa würde gerne nicht zwei Tage, sondern zwei Jahre bleiben. Die Betten waren schnell hergerichtet. Marinus suchte noch seine "Beziehungssachen" und dann war auch sein Kopfkissen bezogen. Um 11.55 Uhr hieß es Antreten zum Mittagessen. Es gab Suppe mit Fleischklößchen, Salat mit Sylter Sauce und Milchreis. Mats häufte sich die Fleischbällchen auf seinen Löffel und aß zufrieden alles auf. Der ein oder andere holte sich noch einen kräftigen Nachschlag. Im freien Spiel nach dem Essen spielten die Kinder Darth Maul, eine Abwandlung von Darth Vader. Till hatte eigens dafür eine rosa Perücke, einen schwarzen Umhang und eine Maske mit. Nach kurzer Zeit hatte er eine Gruppe von Kindergartenkindern rekrutiert, die ihm alle mit ihren Stöckern in den Wald folgten. Marinus hatte seinen CD Player angeworfen und hörte "Wir feiern die ganze Nacht". Alexa zog gegen Nachmittag kurzerhand ihren Wackelzahn heraus. Der verkeilte sich ständig und störte zu sehr. Leonie P. und Svenja spielten Karten und Emily und Diana beschwerten sich über die Jungen, die in der Etage über ihnen Musik hörten und tanzten. Also war es an der Zeit, dass wir alle nach draußen gingen. Es war recht frisch, jedoch schien die Sonne von einem blauen Himmel herab. Gegen 15.00 Uhr betrat Stormy Red Door das Gelände. Er begrüßte alle Kinder und jedes Kind stellte sich auf Englisch vor. My Name is....Stormy erklärte, dass er aus Montana kommt und dem Dakota Stamm angehört. "You guys like to sing and to drum?", fragte Stormy. "Yes!", riefen alle Kinder einstimmig. Zusammen bauten wir mit Stormy ein kleines Tipi auf. Die Jungen halfen beim Tragen und Stormy war begeistert von Malte's Kraft und Geschick. Er nannte ihn "Power Man". In dieses Tipi setzten wir uns und Stormy weckte energetische Kräfte in uns allen durch seinen Gesang und seine Worte. Durch das Anzünden und Räuchern mit dem süßen Gras der Mutter Erde und einem heilenden Salbeistrauß, erfuhren wir viel über die Arbeit eines indianischen Medizinmannes. Stormy sprach ein indianisches Gebet und Marie erzählte später, dass sie dabei eine Gänsehaut bekam. Auf Charlottes Frage "Why is your name Stormy Red Door?" erzählte Stormy die rührende Geschichte rund um seine Geburt. Die fand nämlich an einem sehr stürmischen Tag statt und die komplette Elektrizität im Reservat war ausgefallen. Im Anschluss an diese Zeremonie sangen und trommelten wir gemeinsam einen "Chant" unter dem alten Baum des großen Geländes. Danach sangen Stormy und seine deutschsprachige Begleitung Heidi das indianische Lied der Seventh Generation.
Morgen werden wir nach dem Frühstück mit einem GPS Gerät ausgerüstet in den Wald gehen und das Lager von Stormy und seiner Partnerin Heidi besuchen. Dort angekommen werden wir mit Stormy eine Jagdzeremonie erleben. Auf der Wanderung zum Lager muss jedes Kind nach etwas Schönem und Besonderen in der Natur Ausschau halten. Wir werden dann von Stormy eigene indianische Namen verliehen bekommen.
"Do you dream?" fragte Stormy vorhin beim Abschied?
Ja, bestimmt werden wir heute Nacht einen besonderen Traum haben.